100 Jahre bauhaus - in Mainz, Frankfurt und Darmstadt
08. Januar 2019

Im Jahr 2019 widmen sich zahlreiche Veranstaltungen in Deutschland dem Jubiläum „100 Jahre bauhaus“. In Mainz, Frankfurt und Darmstadt greifen fünf Ausstellungen dieses Thema auf. Wir stellen Ihnen diese vor und wie Sie mit dem ÖPNV dorthin kommen. Alle Veranstaltungen in Deutschland zum Thema 100 Jahr bauhaus finden Sie unter www.bauhaus100.de

 

Bauhaus.Labor (29.1.-15.3.19) und „ABC. Avantgarde – Bauhaus – Corporate Design“ (6.9.19-02.02.2020) im Gutenberg-Museum in Mainz 

Mit wechselnden Präsentationen im neuen Bauhaus.Labor will das Gutenberg-Museum anlässlich des anstehenden Bauhaus-Jubiläums auf die große Sonderausstellung "ABC. Avantgarde – Bauhaus – Corporate Design" einstimmen, die ab 6.9.2019 geplant ist. Der in Anlehnung an die Kleinarchitekturen des Bauhauses, wie zum Beispiel Herbert Bayers „Regina“-Kiosk, gestaltete Pavillon im Innenhof des Museums wird im Rahmen einer Kooperation mit der Hochschule Mainz von den Studierenden des Fachs Kommunikationsdesign mit wechselnden Projektpräsentationen bespielt. Vom 29.1. bis 15.3.2019 steht die Lichtinstallation Rot, Blau, Grün mit der Projektion typografischer Entwürfe auf dem Programm.

Mit dem Titel „ABC. Avantgarde – Bauhaus – Corporate Design“ wird eine Sonderausstellung des Gutenberg-Museums (6.9.2019 – 2.2.2020) ein Schlaglicht auf die Druckwerkstatt am Bauhaus werfen. Als zentraler Bestandteil und offizieller Beitrag des Landes Rheinland-Pfalz zum Jubiläum „100 Jahre Bauhaus“ widmet sie sich der Geschichte der Schrift- und Druckkunst an dieser weltweit bedeutenden Kunstschule. 

Infos: http://www.gutenberg-museum.de/

ÖPNV: Nutzen Sie die RNN-Single- oder -Gruppen-Tageskarte. Ab Mainz Hauptbahnhof mit allen Buslinien ab der Haltestelle I (Linien 54-57, 62-65; unter dem Hochhaus) bis zur Haltestelle Höfchen.

 

Moderne am Main 1919–1933, Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main (19.1. - 14.4.19)

In den 1920er Jahren entwickelt sich Frankfurt am Main zu einem Zentrum der modernen Gestaltung. Auf dem Weg zu einer neuartigen Großstadtkultur entwickeln Frankfurter Gestalterinnen und Gestalter neue Formen für sämtliche Lebensbereiche. Die Großstadtutopie umfasst ab den 1920er Jahren einen universalen Anspruch im Mode-, Interieur-, Industrie-, Produkt- und Kommunikationsdesign. Die Ausstellung zeichnet ein facettenreiches Bild von diesem Aufbruch in Produkt-, Raum- und Werbegestaltung, Mode, Musik, Film und Fotografie und macht mit den kreativen Netzwerken der Mainmetropole vertraut.

Infos: https://www.museumangewandtekunst.de/de/besuch/ausstellungen/moderne-am-main.html

ÖPNV: Nutzen Sie die Tageskarte des RMV/RNN-Übergangstarifs. Anreise mit dem RE 2, 3, 4 oder der S8 ab Mainz bis Frankfurt Hauptbahnhof. Ab Frankfurt Hauptbahnhof mit der Museumsufer-Buslinie 46 bis zur Haltestelle Eiserner Steg oder mit den Straßenbahnlinien 15, 16 bis zur Haltestelle Schweizer Straße/Gartenstraße - oder mit der S8 bis Frankfurt Hauptwache und zu Fuß bis und über den Eisernen Steg zum Museumsufer.

 

Neuer Mensch, Neue Wohnung - Die Bauten des Neuen Frankfurt 1925-1933 im Deutschen Architekturmuseum (DAM), Frankfurt am Main (23.3. - 18.8.19)

Das Bauhaus gilt als die einflussreichste Ausbildungsstätte der Kunst, des Designs und der Architektur des zwanzigsten Jahrhunderts. Parallel zum Bauhaus gab es im Deutschland der 1920er Jahre mit Frankfurt am Main ein zweites Zentrum des Aufbruchs.

Das Neue Frankfurt stand dem Bauhaus in internationale Vernetzung und Ausstrahlung nicht nach. Im gleichen Jahr 1925, als das Bauhaus Weimar verließ und die Kernphase in Dessau begann, konstituierte sich das “Neue Frankfurt”, das unter diesem Namen in die Architekturgeschichte einging und der Stadt einen beispiellosen Schub in die kulturelle Moderne verpasste.

Infos: http://www.dam-online.de

ÖPNV: Nutzen Sie die Tageskarte des RMV/RNN-Übergangstarifs. Anreise mit dem RE 2, 3 oder 4 oder der S8 ab Mainz bis Frankfurt Hauptbahnhof. Ab Frankfurt Hauptbahnhof mit der Museumsufer-Buslinie 46 bis zur Haltestelle Untermainbrücke oder mit den Straßenbahnlinien 15, 16 bis zur Haltestelle Schweizer Straße/Gartenstraße oder den U-Bahnlinien U4 oder U5 bis Willy-Brandt-Platz und zu Fuß über die Untermainbrücke.

 

bauhausPositionen, Hessisches Landesmuseum Darmstadt (11.4. - 14.7.19)

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Bauhaus-Gründung in Weimar zeigt die Graphische Sammlung des HLMD eine Ausstellung mit Werken aus dem eigenen Bestand. Das Herzstück bildet die »Meistermappe des Staatlichen Bauhauses«. Diese Rarität ist ein Schlüsselwerk der europäischen Druckgrafik mit Arbeiten von Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Gerhard Marcks, Georg Muche, László Moholy-Nagy, Oskar Schlemmer und Lothar Schreyer. Die Edition des Bauhausverlages ist nur in einer geringen Auflage von 100 Exemplaren erschienen.

Weitere Einzelwerke von am Bauhaus vertretenen Künstlern lassen die individuelle Vielfalt der »bauhausPositionen« anschaulich werden. Gerade der Vergleich zu Arbeiten aus der Zeit vor 1919 belegt, wie die damalige Künstlergeneration an den Gedanken des Bauhauses teilnahm und diese umsetzte. Besonders anschaulich wird das »Neue Sehen« in der Sektion, die sich der Fotografie widmet.

Bekanntlich führte die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1932 zur Auflösung der Institution Staatliches Bauhaus, aber die Bauhaus-Idee blieb wegweisendes Programm für die Moderne Kunst. 

Fotonachweis: Wolfgang Fuhrmannek, HLMD, Darmstadt – Motiv: Wassily Kandinsky, Abstrakte Komposition »Fröhlicher Aufstieg, 1923, Blatt 2 aus der Meistermappe des Staatlichen Bauhauses, Hessisches Landesmuseum Darmstadt.

Infos: https://www.hlmd.de/index.php?id=41

ÖPNV: Nutzen Sie die die Tageskarte zum RMV/RNN-Übergangstarif. Ab Mainz mit der RB 75 bis Darmstadt Hbf und weiter mit zahlreichen Straßenbahn- und Buslinien bis zur zentralen Haltestelle Darmstadt Luisenplatz.

 

Wie wohnen die Leute? Stadtlabor unterwegs in den Ernst-May-Siedlungen, Ausstellung im Historischen Museum Frankfurt (16.5.– 15.9.2019)

Die Siedlungen des Neuen Frankfurt avancierten in den 1920er Jahren zu weltbekannten Bauprojekten. Das Stadtlabor fragt, wie es sich heute in Römerstadt, Zick-Zack-Hausen und den anderen Ernst-May-Vierteln lebt. Ernst May plante die Siedlungen in einer Zeit gravierenderer Wohnungslosigkeit. Zwischen 1925 und 1930 entstanden ca. 15.000 neue Wohneinheiten mit dem Ziel die Wohnungsnot abzubauen und Wohnraum für das Existenzminimum zu schaffen.

Das zwischen Römer und Eisernem Steg gelegene Historische Museum Frankfurt nähert sich den Siedlungen des Neuen Frankfurt mit einer Ausstellung, die einer einfachen aber entscheidenden Frage aus gegenwärtiger Perspektive nachgeht: „Wie wohnen die Leute?“

Infos: https://www.historisches-museum-frankfurt.de/stadtlabor/wie-wohnen-die-leute

ÖPNV: Nutzen Sie die Tageskarte des RMV/RNN-Übergangstarifs. Anreise mit dem RE 2, 3 oder 4 oder der S8 ab Mainz bis Frankfurt Hauptbahnhof. Ab Frankfurt Hauptbahnhof mit den Straßenbahnlinien 11 oder 12 bis zur Haltestelle Paulskirche/Römer oder den U-Bahnlinien U4 oder U5 bis Römer/Dom.

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