Hinweise zum Fahrkartenkauf während der Coronakrise
03. April 2020

Einstieg in Bus hinten - viele Reisezentren geschlossen - wo kauft man dann die Fahrkarten

Bei allen Bussen wird im Rhein-Nahe Nahverkehrs­verbund (RNN) seit dem 14. März 2020 die Vordertür geschlossen gehalten. Fahrgäste nutzen im Bus bitte die hinteren Türen zum Ein- und Ausstieg. Das Fahrpersonal in den Bussen und den Straßenbahnen verkauft keine Fahrkarten mehr. Dieses ist eine Schutzmaßnahme und dient der Sicherheit des Fahrpersonals sowie dem Ziel, dass in Zeiten von Corona der Nahverkehr weitestgehend aufrecht erhalten bleibt. Die Züge und Straßenbahnen verfügen über Fahrerkabinen, hier bleibt weiterhin der Ein- und Ausstieg an allen Türen möglich.

Die Reisezentren im RNN an den Bahnhöfen Bad Kreuznach, Bingen Hbf, Idar-Oberstein, Ingelheim und das vlexx-Kundencenter in Alzey und das VerkehrCenter Mainz der Mainzer Mobilität sind inzwischen geschlossen. Geöffnet hat zur Grundversorgung noch das Reisenzentrum Mainz Hbf täglich von 9 bis 18 Uhr. Bei allen anderen Kundenbüros im RNN informieren Sie sich bitte zuvor telefonisch über ggf. geänderte Öffnungszeiten oder veränderte Zugänge.

Der RNN weist daraufhin, dass damit die Fahrscheinpflicht nicht  aufgehoben ist. Wo können dann die Fahrkarten gekauft werden:

Die RNN-Einzel-, Tages- und Mehrfahrten sind dann nach Möglichkeit direkt vor Fahrtantritt als Handy-Ticket im DB-Navigator, beim Umstieg zum Zug an den Automaten oder im Vorverkauf an Automaten zu erwerben. Die Infos dazu finden Sie auf der Seite > Tickets und Preise > RNN-Handy-Ticket

Es bietet sich dann der Kauf von Mehrfahrtenkarten (=5 Einzelfahrkarten) an, die dann flexibel bei Fahrtantritt entwertet werden können – oder die Nutzung von Zeitkarten. Sofern die Entwerter nicht zugänglich sind, sind die Mehrfahrtenkarten bei der nächsten Möglichkeit (z.B. bei Umstieg in den Zug oder auf andere Buslinie mit zugänglichem Entwerter) zu entwerten. Wenn Entwerter an Bahnhöfen defekt sind und während der Coronakrise auch wenn Entwerter in Bussen nicht zugänglich sind, dann können die Mehrfahrtenkarten mit einem Kuli mit Angabe von Einstiegsort, Datum und Uhrzeit selbst entwertet werden.

Fahrkarten für Bus- und Zugverbindungen, für die der RMV/RNN-Übergangstarif gültig ist, lassen sich nicht als Handy-Ticket mit dem DB-Navigator kaufen. Einzelfahrkarten lösen Sie, wenn Sie mit dem Bus starten, beim Umsteigen in den Zug am Automaten am Bahnhof im RNN zu ihrem Zielort im RMV-Gebiet - oder Sie lösen gleich Tageskarten für den Hin- und Rückweg. Der Kauf von Tageskarten ist an den Automaten auch bereits im Vorverkauf bis zu 4 Wochen vorher möglich. Nähere Infos zum Kauf von Wochen- und Monatskarten finden Sie nachfolgend:

Wer Wochen- und Monatskarten bisher im Bus gekauft hat, kann diese nun wie folgt kaufen:
Wenn der Startort mit dem Bus und der Umstiegs-Bahnhof in der gleichen RNN-Wabe (oder im gleichen Tarifgebiet beim RMV/RNN-Übergangstarif) liegen, dann kann die Zeitkarte an diesem Bahnhof am Automaten gekauft werden.
Beispiel 1: Sie wollen eine Monatskarte von Bad Kreuznach-Winzenheim nach Mainz-Hechtsheim kaufen, die Sie sonst im Stadtbus gelöst haben. Diese können Sie nun am Fahrkartenautomaten am Bahnhof Bad Kreuznach nach Mainz kaufen, denn Bad Kreuznach-Winzenheim liegt in der gleichen Wabe wie Bad Kreuznach Bahnhof.

Wenn der Bahnhof, an dem Sie in den Zug umsteigen, in einer anderen RNN-Wabe liegt - oder das Ziel Ihrer Busfahrt eine Stadt/Gemeinde mit Bahnhof ist, dann kommt folgende Lösung in Frage. Wenn dann der Zielort einen Bahnhof in der gleichen Wabe (oder im gleichen RMV/RNN-Übergangstarif-Tarifgebiet) hat, dann kann ab dort (also vom Zielort aus - also auf dem Rückweg) zum "Startort" die Wochen- und Monatskarte gekauft werden. Und das ist generell auch im Vorverkauf bis zu 4 Wochen vorher möglich. Oder Sie kaufen die Zeitkarten in einem der noch geöffneten Kundenbüros (bitte vorher anrufen).
Beispiel 2: Wenn Sie eine Monatskarte von Rüdesheim (Nahe) nach Ingelheim kaufen wollen, die Sie sonst im Bus gelöst haben, dann können Sie diese Fahrkarte nicht in Bad Kreuznach kaufen, da am Automaten nur Fahrkarten ab der Wabe (400) Bad Kreuznach verkauft werden, aber nicht ab Rüdesheim (Wabe 408). Aber am Automaten in Ingelheim bekommen Sie dann die Monatskarte von Ingelheim (Wabe 320) nach Rüdesheim (Nahe) (Wabe 408)-  auch bereits im Vorverkauf, so dass Sie keinen Tag doppelt zahlen müssen.
Beispiel 3: Wenn Sie eine Monatskarte von Rüdesheim (Nahe) nach Bad Kreuznach kaufen wollen, die Sie sonst im Bus gelöst haben, dann können Sie diese am Automaten am Bahnhof Bad Kreuznach mit dem Ziel Rüdesheim (Nahe) lösen - oder im Kundenbüro der Stadtbus Bad Kreuznach, die derzeit noch geöffnet haben.

Für Wochen- und Monatskarten für Verbindungen zum RMV/RNN-Übergangstarif besteht zudem die Möglichkeit diese im RMV-Ticket-Shop zum Postversand (rechtzeitig vorher) zu bestellen. Den RMV-TicketShop finden Sie auf der Seite www.rmv.de unter > Fahrkarten > RMV-TicketShop.

Wenn keine Lösung für Ihr Problem dabei ist, dann rufen Sie uns an, ob wir nicht doch noch einen Weg finden, wie Sie Ihre Fahrkarten kaufen können.

Jahreskarten bzw. Abonnements

Derzeit möchten viele Fahrgäste wissen, wie der RNN mit Jahreskarten bzw. Abonnements umgeht, wenn man angesichts der Corona-Pandemie für längere Zeit die Busse und Bahnen nicht in gewohntem Umfang nutzen kann. Hierzu haben sich die Verkehrsunternehmen im RNN nach Abwägung aller Umstände sowie auch der nachvollziehbaren Interessen der Fahrgäste darauf verständigt, dass die gültigen Tarif- und Beförderungsbestimmungen nicht geändert werden und nach wie vor zu beachten sind.

Für diese Entscheidung bitten wir um Verständnis. Die Krise trifft uns alle hart. Wir müssen sicherstellen, dass die Verkehrsunternehmen handlungsfähig bleiben und dass der ÖPNV auch in diesen Zeiten finanziert werden kann. Denn auch das Fahrpersonal in den Bussen und Bahnen, das die Beschäftigten von Kliniken, Altenheimen, Lebensmittelgeschäften, Apotheken oder andere in der Krise wichtigen Berufsgruppen jeden Tag nach wie vor zuverlässig zu den Arbeitsstätten und wieder nach Hause bringt, hat ein Recht darauf, einen sicheren Arbeitsplatz zu haben. Hierzu bedarf es erheblicher Finanzmittel, die auch Sie als unsere treuen Kunden beisteuern. Bitte beziehen Sie auch diese Umstände in Ihre Entscheidung über eine mögliche Kündigung Ihres Abonnements ein.

Wir bedanken uns bei allen unseren Kunden, die von einer Kündigung absehen und uns weiterhin die Treue halten. Mit Ihrer Unterstützung werden wir gestärkt aus der Krise kommen und Ihnen hoffentlich bald wieder wie gewohnt Ihre Mobilität garantieren können.

Kündigungen von Jahreskarten / Abonnements sind bis zum 15. eines Monats zum Ende des laufenden Monats möglich. Bei Kündigungen innerhalb der ersten 12 Monate (auch bei einer dann nicht direkt anschließenden Neubestellung) sind ebenfalls möglich, dann entfällt allerdings der Abovorteil. Es erfolgt dann eine Nachberechnung der Differenz zur jeweils vergleichbaren Monatskarte, also bei der Jahreskarte (Jedermann) zur Monatskarte (Jedermann), bei der Jahreskarte Ausbildung zur Monatskarte Ausbildun - beim 9UhrAbo extra erfolgt dabei die Berechnung der Differenz zur jeweils höchsten Preisstufe der vergleichbaren 9Uhr-Monatskarte, also zur Preisstufe 2, 4 oder 10 - je nach der Preisstufe des gekauften 9UhrAbo extra. Bitte beachten Sie auch, dass FRITZ-(Monats- oder Jahres-)Karten nur in Verbindung mit einer gültigen Jahreskarte Ausbildung gelten.

Infos: RNN-Servicetelefon unter 06132 – 78 96 22 (Mo-Fr 9-18 Uhr)

(Stand: 7.4.2020, 12 Uhr)

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