Unsere November-Kulturtipps
23. Dezember 2018

Marionettissimo - hängt die Kunst am Faden? Ein Tag am Meer in Mainz?

Was haben Kästner, Mozart, Loriot und Nothing miteinander gemeinsam? Wer ist gefangen im Labyrinth der Moderne?

In der kühleren Jahreszeit bietet sich ein Museums- oder Theaterbesuch ganz besonders an. Vielleicht lassen sich auch ein Einkaufbummel mit einem Kulturabstecher kombinieren. Die passenden Bus- und Bahnverbindungen finden Sie ganz einfach mit der RNN-Fahrplanauskunft und Eingabe der Zieladresse. Und mit der Tageskarte sind Sie auf dem Weg und vor Ort flexibel unterwegs.

8. Festival „marionettissimo“: Die Kunst des Spiels am Faden (1.11. - 23.12. 2018)

Zum achten Mal lädt das Museum für PuppentheaterKultur Bad Kreuznach im Schlosspark zum Festival "marionettissimo" zu Ausflügen in die vielseitige Welt des Puppentheaters für alle Altersklassen ein. Traditionelles Puppentheater mit historischen Marionetten, Kindertheater, Inszenierungen von Dramenstoffen, eine Marionetten-Diner-Show und expererimentelles Theater hat Museumsleiter Markus Dorner zu einem sehenswerten Programm zusammengefügt, das den Reichtum an Formen des Figurentheaters erlebbar werden lässt. Das vielfältige Programm reicht von William Shakespeares's Sturm über Musiktheater bis hin zu Klassikern der Kinderliteratur wie "Die kleine Hexe". Den internationalen Charakter unterstreicht das Festival mit der Einladung von Marionettenvirtuosen aus den USA, Österreich und der Slowakei.

Infos zum Festival allgemein: www.bad-kreuznach-tourist.de/sehenswuerdigkeiten/museen-ausstellungen/museum-puppentheaterkultur/festival-marionettissimo-die-kunst-des-spiels-am-faden/

Infos zu den einzelnen Veranstaltungen: www.bad-kreuznach.de/sv_bad_kreuznach/...

ÖPNV: Ab Bad Kreuznach Bahnhof mit der Buslinie 203 bis zur Haltestelle Schlosspark oder Krummer Kranz oder Buslinie 241, 242, 244 bis Holzmarkt/Otto-Zimmer-Platz und 700 Meter Fußweg.

Ein Tag am Meer. Slevogt, Liebermann & Cassirer (bis 10.02.2019)

Im Jahr 2018 jährt sich Max Slevogts (1868–1932) Geburtstag zum 150. Mal. Somit für das Landesmuseum Mainz ein Anlass, diesem Künstler, der seine Wahlheimat in der Pfalz fand, eine Sonderausstellung zu widmen. Zentrales Thema ist der künstlerische Austausch von Max Slevogt mit seinen Malerkollegen Max Lieberman und Lovis Corinth, den sogenannten „Deutschen Impressionisten“, sowie sein enges Verhältnis zu seinen Berliner Kunsthändlern, den Vettern Cassirer.

Im Mittelpunkt der Schau steht dabei das bisher unbekanntes Gemälde Slevogts „Skizze mit Flagge" (1908). In Gegenüberstellungen mit Gemälden und Grafiken von Liebermann und Corinth wird veranschaulicht, wie Slevogt sich  mit diesem in seinem Werk absolut raren Thema einer Strandlandschaft auseinandersetzt.

Tipp: Jeden Dienstag um 18 Uhr sowie jeden 2. Sonntag werden Überblicksführungen durch die Sonderausstellung angeboten.

Infos:www.slevogt-landesmuseum-mainz.de/

ÖPNV: Mit den Buslinien 6, 64, 65, 68  (oder 62 und 63) vom Mainzer Hauptbahnhof bis zur Haltestelle Bauhofstraße/LBBW Rheinland-Pfalz-Bank

Zu Kästner, Loriot, Mozart, Nothing oder zum Ring ins Staatstheater Mainz (Nov.- Jan 2019)

Von November bis Januar steht das Familienstück „Pünktchen und Anton“ nach dem Roman von Erich Kästner auf dem Programm des Mainzer Staatstheater. Zu hören und zu sehen ist in dieser Zeit auch das Hörtheaterstück „Zerbrechliche Gespräche“ und in „Comedian Harmonists“ wird die Geschichte des Sextetts von seiner Gründung bis zur erzwungenen Auflösung lebendig.

Bei tanzmainz, der Tanzsparte des Staatstheater Mainz, steht „Nothing“ im November auf dem Programm und im Bereich Oper Wolfgang Amadeus Mozarts musikalische Komödie "Le nozze di Figaro". Das Staatstheater lädt ein den "Ring (von Richard Wagner) an einem Abend" kennenzulernen – in einer Fassung von Loriot von 1992. In Mainz lässt sich der Theaterbesuch aufgrund der zentrale Lage des Staatstheater mit in der Innenstadt sehr gut mit einen Einkaufsbummel oder Restaurantbesuch kombinieren.

Foto: vom Hörtheaterstück "Zerbrechliche Gespräche" (Foto Andreas Etter/Pressefoto Staatstheater Mainz)

Infos: Das gesamte sehenswerte Programm zum Stöbern und Auswählen finden Sie unter www.staatstheater-mainz.com

Infos Restauranttest: www.dermainzer.net/essen-trinken/restauranttests/

ÖPNV: Dank RNN-KombiTicket erreichen das Staatstheater ohne extra Kosten leicht mit Bus und Bahn. Vom Mainzer Hauptbahnhof mit zahlreichen Buslinien bis zur Haltestelle Höfchen oder mit den Straßenbahnlinien Ri. Hechtsheim bis Schillerplatz und kurzem Fußweg.

Bengel im Fokus (bis 14. Dezember 2018)

Erleben sie über 100 Jahre Zeitgeschichte mit Schmuckstücken, Werkzeugen und Maschinen – im Industriedenkmal Jakob Bengel. Der Zeitzeuge der Industriekultur der Modeschmuckindustrie Idar-Obersteins wird nun auch in Form einer besonderen fotografischen Auseinandersetzung mit dem Industriedenkmal Bengel präsentiert.

Der Kunstvereins Obere Nahe e.V. hat sich während eines mehrmonatigen Fotoprojekts die Aufgabe gestellt, anhand des historischen Fabrikgebäudes Jakob Bengel das Thema „Industriedenkmal“ frei zu bearbeiten. Dabei sind vielfältige Ansichten und Detailaufnahmen entstanden, welche die persönlichen Sichtweisen der FotografInnen, ihre Beobachtungen und Begegnungen im Industriedenkmal Jakob Bengel visualisieren.

Infos: www.jakob-bengel.de/

ÖPNV: Vom Bahnhof Idar-Oberstein mit der Buslinie 305 oder 306 bis zur Haltestelle Stadttheater.

Im Labyrinth der Moderne, Victor Vasarely (bis 13. Januar 2019)

Victor Vasarely ist der schillernde Hauptvertreter der europäischen Op-Art und zentrale Figur der französischen Nachkriegskunst, dessen Werk sich aus den Lehren des Bauhauses der 1920er-Jahre speist. Die Rückschau im Städel Museum erschließt mit von über 100 Exponaten Vasarelys sechs Jahrzehnte umfassendes Werk. Es steht für eine vielschichtige, labyrinthische Moderne zwischen Avantgarde und Popkultur und zeigt den Erfinder der Op-Art der 1960er-Jahre. Victor Vasarelys (1906–1997) Œuvre erstreckt sich jedoch über mehr als 60 Jahre und bedient sich unterschiedlichster Stile und Einflüsse, dessen Entwicklung mit zentralen Arbeiten aller Werkphasen nachgezeichnet werden.

Infos: www.staedelmuseum.de/de/vasarely

ÖPNV: Vom Hauptbahnhof in Frankfurt mit Museumsufer-Buslinie 46 bis Städel oder Straßenbahnlinien 15 oder 16 bis Otto-Hahn-Platz und 5 Minuten Fußweg oder ab Frankfurt Hauptwache mit den U-Bahnlinien U1, U2, U3 und U8 bis Schweizer Platz und 10 Minuten Fußweg.